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Fototermin mit dem Lyriker Daniel Henseler

Für diese Portraitserie ließen wir uns von den ikonischen Aufnahmen Irving Penns (1917–2010) inspirieren: kontrastreiches Checkerboard Lighting, Aufnahmen in engen Winkeln (Corner Portraits), ein alter Teppich als Requisit. Eine kürzere Brennweite als üblich lässt die die Kamera näher an den Portraitierten heranrücken und schafft ein Gefühl der Eindringlichkeit. So entstanden Aufnahmen, die den Lyriker im inneren Monolog zeigen – im Moment zwischen Eindruck und Ausdruck.

Daniel Henseler bereichert die Schweizer Literaturszene seit Jahren als leise, aber eindringliche Stimme. 2021 veröffentlichte er im Zürcher Edition-Howeg-Verlag seinen ersten eigenen Gedichtband: ich mache mich aus dem staub (graffito). Kritiker beschreiben die Sammlung als eine Reihe von „Gelegenheitsgedichten im besten Sinn“ (Beat Matzenauer): flüchtige Momente, Launen, Reisebilder, Jahreszeiten und Erinnerungen werden knapp und pointiert festgehalten – oft mit einem leisen, selbstironischen Unterton. 2026 erschien Henselers zweiter Gedichtband unter dem Titel Restwärme, ebenfalls im Edition-Howeg-Verlag. Ferner tritt er als Literaturkritiker sowie als Herausgeber und Übersetzer slawischer Literatur in Erscheinung.

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